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Airline News

Ein riesiges Lichtschwert ziert derzeit eine Boeing 737 von United Airlines. Die Marketingabteilung der Airline hat sich nach einer vorherigen Spiderman-Kooperation für Star Wars entschieden. Die komplette Maschine ist im Look des Sci-Fi-Klassikers gestaltet. Und das nicht nur außen: Neben einer Star Wars-Kulturtasche ist auch der Sicherheitsfilm mit Elementen des Disney-Imperiums durchzogen. Sogar einige Schauspieler der neuen Filmreihe sind darin zu sehen und sprechen über Sicherheitsgurte und Notausgänge. Natürlich werden die Fluggäste während des Boardings mit der bekannten Intro-Musik begrüßt. Star Wars-Liebhaber erkennen, dass die zwei Seiten des Flugzeugs den Seiten der Macht aus Star Wars nachempfunden wurden: Rot für die dunkle Seite und blau für die des Guten. Ob das wohl beim Boarding eine Rolle spielt?

Foto: United Airlines

Rolls-Royce hat vier Ideen vorgestellt, wie kleine Roboter die Wartung von Triebwerken in Zukunft vereinfachen könnten. Die Roboter sollen beispielsweise dafür sorgen, dass Wartungsarbeiten schneller ermöglicht werden können, ohne die Triebwerke vom Flugzeug abzumontieren. Diese Vorgehensweise könnte Kosten senken und die Verfügbarkeit der Triebwerke steigern. Für die Entwicklung von vier unterschiedlichen Roboter-Konzepten haben Experten des Herstellers mit den Universitäten Nottingham und Harvard zusammengearbeitet. Während etwa der Boreblending-Roboter, der eine ferngesteuerte Reparatur ermöglicht, in den kommenden Jahren eingeführt werden soll, müssen Technologien wie der Schwarmroboter zur Aufnahme von Bildern aus dem Inneren der Triebwerke noch stark weiterentwickelt werden.

Foto: AdobeStock/Vladislav Ociacia

Während im kommerziellen Flugverkehr stets zwei Piloten an Bord sind, ist es in der Privatfliegerei meist nur einer. Was geschieht also, wenn dieser plötzlich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr weiterfliegen kann? Bisher begleitete dieses Risiko die meisten Privatflüge. Der US-Flugzeugbauer Piper möchte dem nun entgegenwirken und hat mit dem Modell M600 SLS das weltweit erste Flugzeug entwickelt, welches für eine Selbstlandung zertifiziert ist. Wenn dem Piloten z. B. übel wird und er ausfällt, kann er oder eine andere Person das Sicherheits-Gesamtsystem „Halo“ einschalten, welches sämtliche Systeme übernimmt, mit den Luftraumüberwachern kommuniziert, eine neue Flugroute ermittelt und zum Landeanflug beim nächst gelegenen Flughafen ansetzt. Nach der Landung stoppt die Piper M600 SLS selber und gibt den Passagieren Anweisungen zum Verlassen der Maschine. Das Flugzeug ist ab sofort für 2,994 Millionen US-Dollar erhältlich.

Die Nachfrage nach Internetzugriff im Flugzeug steigt: Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom aus dem Sommer war bereits jeder achte Deutsche (13 Prozent) im Flugzeug online. Grundsätzliches Interesse an der Internetnutzung haben der repräsentativen Umfrage zufolge weitere 52 Prozent der Befragten. In der Praxis sind die technischen Möglichkeiten jedoch bisher oft noch begrenzt und die Preise schwanken stark. Während wenige Gesellschaften kleine Datenmengen gratis anbieten, verlangen andere wie Swiss mehr als 50 Euro für ein Datenpaket von 220 Megabyte. Damit lässt sich dann beispielsweise vier Stunden lang Musik streamen. Immerhin für Business- und Firstkunden ist die Nutzung des Bordnetzes bei einigen Anbietern wie Emirates, Singapore oder SAS inklusive. Billigflieger wie Ryanair hingegen bieten bislang gar kein Wi-Fi an Bord. Besonders bei Langstreckenflügen lohnt es sich daher, sich im Vorhinein über das jeweilige Angebot der Airline zu informieren.

Foto: AdobeStock/simon

Ende September hat Air France ihren ersten Airbus A350 in Toulouse empfangen. Das umweltfreundlichere Flugzeug bietet 324 Sitzplätze, davon 34 in der Business Class und 24 in der Premium Economy. Es handelt sich um eines der leisesten Großraum-Flugzeuge der neuesten Generation. Kunden profitieren von größeren Fenstern, einem verbesserten Luftdrucksystem und einer an die Flugphasen angepasste Beleuchtung. Auch in puncto Komfort gibt es einige Verbesserungen, in der Business Class lässt sich der Sitz sogar in ein zwei Meter langes Bett verwandeln. Der erste kommerzielle Flug der neuen Maschine hatte im Oktober Abidjan als Ziel. Bis 2025 nimmt die Airline insgesamt 28 Airbus A350-900 in die Flotte auf.

Foto: Airfrance

Der australische Carrier Qantas hat erstmals die Strecke New York – Sydney ohne Zwischenlandung absolviert. Die 16.200 Kilometer wurden in 19 Stunden und 16 Minuten mit einem Boeing 787 Dreamliner zurückgelegt. Um die Auswirkungen des Ultralangstreckenfluges auf Körper und Psyche zu testen, waren zunächst lediglich 49 Passagiere plus Crew an Bord. Es wurden Messungen der Gehirnfrequenzen und der Aufmerksamkeit der vier Piloten vorgenommen. Qantas ist mit den Ergebnissen der Tests zufrieden und gab bekannt, die Nonstopflüge bereits ab 2023 täglich anzubieten. Derzeit steht jedoch noch die Einwilligung der Behörden aus, da die maximale Dienstzeit der Crewmitglieder von 20 auf bis zu 24 Stunden angehoben werden müsste. Um den Passagierkomfort zu erhalten, plant Qantas neben einem speziellen Essens-, Licht- und Servicekonzept einen Trainingsbereich, in dem Economy-Passagiere Fitnessübungen absolvieren können.

Als erste Airline weltweit hat die portugiesische Hi Fly beschlossen, jegliche Wegwerfgegenstände aus Plastik von Bord zu verbannen. Bis Ende 2019 soll das Einweg-Plastik beispielsweise durch Besteck aus Bambus und kompostierbare Verpackungen ersetzt werden. Immer mehr Airlines schließen sich dem Kampf gegen Plastik an und investieren in umweltfreundlichere Alternativen, die schneller abbaubar sind. KLM recycelt im Sinne der Nachhaltigkeit leere PET-Flaschen nach Benutzung und wandelt sie in Filament um. Aus dem Material werden anschließend mithilfe eines 3D-Druckers Werkzeuge für die Reparatur und Wartung der Flugzeuge hergestellt. Positiver Nebeneffekt: Auch die Materialkosten der Werkzeuge konnten so von 60 auf nur noch 17 Euro pro Kilogramm reduziert werden.

Foto: AdobeStock/Alona