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Airline News

35 Minuten mit dem Zug, zwischen 45 und 90 Minuten mit dem Bus und Taxi – so lange braucht man von Charles de Gaulle bis in die Pariser Innenstadt. Die Lösung sind Flugtaxen. Der Flugzeughersteller Airbus arbeitet zurzeit mit dem französischen Transportunternehmen RATP Group an den sogenannten VTOL, „vertical take-off and landing vehicles“, was so viel heißt wie „Fahrzeug zum vertikalen Starten und Landen“. Das 11,4 Millionen Euro Projekt soll bis zu den Olympischen Spielen 2024 in Paris umgesetzt sein. Airbus ist nicht die einzige Firma, die in diese Technologie investiert. Uber tüftelt zusammen mit Raumfahrtriese NASA an Elevate, einem Programm, welches bereits in dreieinhalb Jahren starten soll.

Foto: Uber

Dass Männer nun auch als Flugbegleiter arbeiten dürfen, ist eigentlich keine Neuigkeit mehr. Die taiwanesische Fluggesellschaft Eva Air führte die Änderung allerdings tatsächlich jetzt erst durch. Sie gab bekannt, dass sie erstmals in ihrer 30-jährigen Geschichte auch männliche Bewerber für den Job in der Flugkabine akzeptiert. Die Zulassung des anderen Geschlechts erscheint einerseits überfällig, kam jedoch andererseits beim bestehenden Personal gar nicht so gut an. In einem viertägigen Streik forderten die Angestellten bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne. Geschlechterspezifische Regelungen haben bei den Fluglinien weltweit quasi Tradition: Erst in diesem Jahr schaffte beispielsweise Virgin Atlantic die Schminkpflicht der Flugbegleiterinnen ab und gestand ihnen zu, Hosen zu tragen.

Illustration: Adobe Stock/shaineast

Angesichts des Klimawandels drängt die Niederlande auf die Einführung einer EU-weiten Steuer auf Flugbenzin. Die niederländische Regierung verwies dabei auf eine wissenschaftliche Studie, nach der eine Kerosin-Steuer den CO2-Ausstoß um ganze elf Prozent verringen würde. Sie wies zudem darauf hin, dass die Luftfahrt beim Klimaschutz keine Ausnahme bilden dürfe. Aktuell ist es nach einer Konvention von 1944 nicht möglich, dass Staaten das Flug-Kerosin besteuern. Für eine Einführung der Steuer wird jedoch eine Einstimmigkeit der EU-Mitgliedstaaten erforderlich sein und die ist momentan noch nicht gegeben. Die Niederlande plant daher zunächst eine nationale Flugsteuer, bei der sich Tickets um jeweils sieben Euro erhöhen könnten.

Illustration: Adobe Stock/Sergey Nivens

Einst mit 260 Exemplaren das Rückgrat der Flotte, heben die letzten der McDonnell Douglas MD-80 im September noch einmal ab, um dann aus dem Repertoire gestrichen zu werden. Die Ausflottung der Maschine, die auf jedem amerikanischen Flughafen zum typischen Bild gehörte, zieht sich nunmehr seit 16 Jahren hin. Nun laufen die maximalen Flugzeiten der letzten Super 80, wie Piloten die Maschine liebevoll nennen, ab. Schrittweise wurden die Flieger durch den Airbus A320 und Boeing 737 ersetzt. Der letzte Flug mit der passenden Flugnummer AA80 geht vom Flughafen Dallas/Forth nach Roswell in New Mexico. Der Flugzeugfriedhof liegt dort in der Wüste.

Foto: Google Earth, 2018 Google

Vom Flieger bis zum Airport Ausgang benötigt man in Luxemburg im Schnitt nur rekordverdächtige 15,5 Minuten. Geschäftsleute haben es oft eilig. Das weiß auch der Initiator der Studie, der Chauffeur-Anbieter Blacklane. Der ermittelte, dass der weltweite Durchschnitt bei Inlandsflügen 23 Minuten und bei internationalen Verbindungen 38 Minuten beträgt. Die Studie zeigt auch, dass die kleinsten Flughäfen am besten abschneiden. Basel und Hannover teilen sich mit nur 21 Minuten den ersten Platz im DACH-Vergleich. Was überrascht: Nur dicht dahinter folgen mit 22 Minuten Köln-Bonn und Berlin-Tegel, die beide erheblich höhere Mengen an Passagieren abfertigen. Im europäischen Vergleich liegen bei den großen Flughäfen München mit 30 und Frankfurt mit 33 Minuten vor Singapur (36 Minuten), Madrid (38 Minuten) und Amsterdam (39 Minuten). Schlusslicht ist mit Abstand der Kansai International Airport (Osaka) mit durchschnittlich 80 Minuten. Das dürfte aber wohl größtenteils an dem 1,7 Kilometer langen Terminal-Gebäude liegen.

Foto: AdobeStock/kalafoto

Die Lufthansa baut ihr Münchener Angebot weiter aus und bietet ab dem 2. Dezember 2019 Direktflüge nach São Paulo an. Mit circa 21 Millionen Einwohnern ist die Metropolregion eine der größten Städte weltweit. Dreimal wöchentlich wird ein Airbus 350-900 in die größte Stadt Brasiliens fliegen. Start ist jeweils montags, donnerstags und samstags um 22:30 Uhr, die Ankunft ist um 7:55 Uhr des Folgetages. Bereits vor einigen Jahren bediente der Kranich die Strecke von der bayerischen Landeshauptstadt in die brasilianische Metropole. Die Flüge mussten jedoch aufgrund der damaligen Wirtschaftskrise des Landes aufgegeben werden. Dass heute mit einem Airbus A350 geflogen wird, ist ein deutlicher Vorteil in Sachen Komfort und Modernität. Zudem handelt es sich um das umweltfreundlichste Langstreckenflugzeug der Welt. Mit der neuen Strecke gewinnt der Münchener Flughafen weiter an Relevanz für die Lufthansa.

Foto: AdobeStock/Giancarlo Liguori

Die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines kooperiert mit drei weiteren Unternehmen, um einen Podcast zur Aufklärung über die Branche ins Leben zu rufen. Die Sicherheitsprobleme der Boeing 737 Max, Verspätungen, Klimadiskussionen und Airline-Pleiten führen dazu, dass die Luftfahrt allgemein ein Imageproblem hat. Deswegen soll der Podcast bewusst in Detail gehen. Mit dem Titel „Flightcast“ sollen in Beiträgen mit einer Länge von 15 bis 45 Minuten verschiedene Fragen geklärt werden. Zum Beispiel „Warum fliegt ein Flugzeug?“, „Wie funktioniert die Flugsicherung?“ oder „Warum ist es so schwierig, pünktlich zu sein?“. Zu der Kooperation haben sich neben Austrian Airlines auch der Flughafen Wien, der Flugzeugkomponentenbauer FACC und das Technologieunternehmen Frequentis zusammengeschlossen.

Foto: AdobeStock/zera93