Ausgabe 02/2021

Hund oder Katze? Wo liegt des Pudels Kern?

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten – bei Tierliebhaber:innen wohl auch über die Entscheidung „Hund oder Katze“: Die Präferenz für den geliebten Vierbeiner ist so entscheidend, dass sogar von Katzen- oder Hundemenschen gesprochen und den Personen bestimmte Eigenschaften zugewiesen werden. Aber ist das nicht „alles für die Katz“?

Fraktion Samtpfote oder Schlabberschnauze

„Der Hund bleibt dir im Sturme treu – die Katz nicht mal im Winde“, oder wie war das? Die unumstrittene Anhänglichkeit des Hundes spielt bei der Wahl des Weggefährten sicher eine genauso große Rolle wie die gefeierte Unabhängigkeit der Katze. Zoologen, die sich mit dem Wesen der beiden beliebtesten Haustiere weltweit beschäftigt haben, stellen klar, dass sowohl Katze als auch Hund ideale Partner sind – es kommt halt darauf an, was wir von unserem Tier wollen. Während Wuffi lernwillig an unseren Lippen hängt, schaut Miezi gelangweilt aus dem Fenster! Wenn sich die Frischluft-Fans bei Wind und Wetter über ihre vierbeinige Begleitung freuen, genießen Katzenliebhaber:innen ihre pelzige Wärmflasche bei einem guten Buch auf dem Sofa. Aber die beiden Lager teilen noch weitere, tierische Fakten: Hunde haben Herrchen, Katzen Personal! Das wusste bereits der Zitatgeber Kurt Tucholsky. Der Canis lupus familiaris lässt sich gut erziehen, passt sich als Rudeltier seinem Menschen, sogar seiner ganzen Familie an und ist als Servicehund dem Menschen im wahrsten Sinne des Wortes zu Diensten. Die Felidae hingegen ist unabhängig, eigenwillig und lebt eher in einer Art WG mit ihrem Menschen zusammen. So bestimmt der Stubentiger wann gestreichelt wird und geht, insbesondere als Freigänger, ansonsten die eigenen Wege. Das Wissen, auch alleine klarzukommen, gibt den Katzen diesen besonderen Charme, den ihre Fans zu schätzen wissen.

Wuff oder Miau? – Beißt sich da nicht die Katze in den Schwanz?

Bei 15,7 Millionen Katzen und 10,7 Millionen Hunden in Deutschland sprechen die Zahlen aus 2019 klar für die schnurrenden Haustiere. Das Herz von echten Tierliebhaber:innen spricht aber wohl nicht für weder noch und schlägt für pelzige Vierbeiner beider Arten. Schließlich haben beide Fellnasen auch bedeutende Gemeinsamkeiten: Sie machen ihre Menschen glücklich und trösten sie mit Streicheltherapien in so manch trauriger Stunde. Auch wenn der Hund in der Pfanne verrückt wird, lassen wir die Katze aus dem Sack und entscheiden uns für Beide!