Ausgabe 01/2021

Arbeiten nach dem Biorhythmus

Gesünderes Leben im Einklang mit dem Biorhythmus

Dass es Morgenmuffel und Frühaufsteher gibt ist für uns nichts Neues. Aber, dass sich inzwischen ein ganzes Wissenschaftsgebiet, die Biochronologie, damit beschäftigt warum es Morgenmenschen und Nachteulen gibt und was wir mit diesem Wissen anfangen sollten, wissen die Wenigsten. Dabei können wir ein wesentlich gesünderes Leben führen, wenn wir unseren Tagesablauf unserem Biorhythmus, also unserer inneren Uhr, anpassen.

 

Biorhythmus – was genau ist denn das?

Per Definition ist der Biorhythmus ein „in periodischem Ablauf erfolgender Rhythmus von physiologischen Vorgängen (wie Wachstum, Leistungsfähigkeit o. Ä.) bei Lebewesen“. Allgemeiner ausgedrückt reden wir von der inneren Uhr, die bestimmt, ganz individuell, ob wir morgens fit und voller Tatendrang aus dem Bett springen oder das tiefe Bedürfnis verspüren einfach liegen zu bleiben. Die Wissenschaftler unterscheiden zwischen zwei extremen Biorhythmus-Typen: Den Lerchen, die früh und konzentriert in den Tag starten und abends schnell müde werden, und den Eulen, die bis spät in die Nacht aktiv und leistungsfähig sind und frühes Aufstehen als anstrengend empfinden.

 

Eule oder Lerche?

Zu welchem Biorhythmus-Typ wir tendieren, lässt sich durch aufmerksame und ehrliche Selbstreflexion in unserer täglichen Routine und unserer Veränderungen im Tagesverlauf feststellen: Wann habe ich die besten Ideen? Wann fällt mir die Arbeit besonders leicht, wann eher schwer? Wann brauche ich eine Pause? – Eine große Überraschung wird das Ergebnis wohl für die Wenigsten sein. Umso erstaunlicher ist die Erkenntnis, dass wir nicht nur effizienter arbeiten, wenn wir auf unsere innere Uhr hören, sondern auch ein deutlich gesünderes Leben damit leben. Zu diesem Ergebnis kamen die Biochronologen nach ausführlicher Forschung.

 

Der Rhythmus, wo ich mitmuss

Wenn wir unseren Biorhythmus erkannt und verstanden haben, können wir vielleicht nicht gleich den Beruf wechseln oder unsere Arbeitszeiten anpassen. Obwohl viele Berufszweige, so zum Beispiel im Büro durch Gleitzeit, eine Anpassung an den Biorhythmus ermöglichen. Dabei ist es so einfach, auf unsere innere Uhr zu hören: Wir können uns einen Überblick über die anfallenden Arbeiten machen und nach dieser To-Do-Liste die Tätigkeiten, die mehr Konzentration erfordern in unsere aktiven Zeitfenster legen. Weniger anspruchsvolle Arbeiten erledigen wir besser zu Zeiten, in denen uns Leistungen nicht ganz so leicht von der Hand gehen. Wissenschaftler empfehlen in 90-Minuten-Blöcken, möglichst ohne Unterbrechungen, zu arbeiten und anschließend eine Entspannungspause einzulegen. Dabei ist alles erlaubt, was nicht anstrengend ist, entspannt und dabei hilft kurz abzuschalten. Es kann also auch ein kurzes Gespräch mit Kollegen oder einmal frische Luft schnappen am Fenster sein.

 

Probieren geht über Studieren

Die Vorteile, auf seinen Biorhythmus zu hören liegen auf der Hand: Wir haben weniger Stress, eine gesteigerte Leistungsfähigkeit, einen besseren Schlafrhythmus usw. Es lohnt sich also die Hoch- und Tiefphasen des Tages zu nutzen und nicht gegen unsere innere Uhr anzuarbeiten. Einfach einmal ausprobieren!