Ausgabe 03/2020

Kopenhagen

Stadt der Glücklichen

Kopenhagen ist eine der lebenswertesten Städte der Welt und nach einem Besuch ist klar, warum: Die dänische Hauptstadt hält für ihre Besucher eine spannende Architektur, viele Sehenswürdigkeiten, zahlreiche Grünflächen und lokale Köstlichkeiten bereit. Darüber hinaus überzeugt die wunderschöne Hafenstadt, mit dem ganz besonderen Kleinstadt-Charme, mit einer hohen Lebensqualität, einem umfangreiche Kulturangebot und einer ausgesprochenen Sauberkeit. Ob zu Fuß, auf den die Stadt durchziehenden Wasserwegen oder mit dem Rad auf den berühmten Schnellwegen – die Erkundung Kopenhagens macht Spaß, ist abwechslungsreich und zeigt, warum die rund 630.000 Einwohner zu den glücklichsten auf der Welt zählen.

 

Unterwegs in Kopenhagen – vielfache, mobile Möglichkeiten

Nach der Ankunft am Flughafen steht die Metrolinie M2 bereit und fährt innerhalb von 15 Minuten in die City. Hier angekommen steht den Besuchern Kopenhagens ein ausgezeichnetes Netz aus Bussen, S-Bahnen und Metrostationen zur Verfügung, um bequem von A nach B zu kommen. Highlight bei den U-Bahnfahrten ist die zentral gesteuerte und damit führerlose Fahrt, die in den vorderen Reihen einen einzigartigen Blick auf den Tunnel und somit ein einzigartiges Fahrerlebnis bietet. Wer seine Erkundung gerne auf dem Rad machen möchte, ist in Kopenhagen genau richtig: Auf den 400 Kilometern Radweg können sich Radler selbst in der Rush-Hour sicher und schnell in der Innenstadt bewegen. Fahrräder können günstig ausgeliehen und kostenlos in der Bahn oder der Metro mitgenommen werden. Auf den das Stadtbild prägenden Wasserwegen laden Boote zu bequemen Kanaltouren ein. Wer es etwas sportlicher mag, leiht ein Kajak oder GoBoat um Kopenhagen aus einer ungewöhnlichen Perspektive zu besichtigen. So oder so gibt es viele Sehenswürdigkeiten zu entdecken.

 

Sehenswürdigkeiten – von Meerjungfrauen und Königinnen

Ein Besuch der kleinen Meerjungfrau, die schon seit 100 Jahren im Hafen die Menschen begrüßt, ist Pflicht. Wer das Gedränge um das Wahrzeichen umgehen möchte, kann „Den lille Havfrue“ auch vom Wasserweg aus, im Zuge einer Rundfahrt, bestaunen. Weiteres Sightseeing-Highlight ist der alte Hafen, der mit den schönen Fassaden der Giebelhäuser entlang der Flaniermeile farbenfrohe Akzente setzt und zum Fotografieren einlädt. Im Schloss Christiansborg, dem Sitz des dänischen Parlaments, gewährt ein Besuch der königlichen Empfangsräume, die auch heute noch bei offiziellen Anlässen genutzt werden, einen eindrucksvollen Einblick in die Residenz der dänischen Königin Margrethe II. Eine Besteigung des 106 Meter hohen Turms wird mit einer grandiosen Aussicht über die wunderschöne Hafenstadt belohnt. Wer mit Kindern unterwegs ist oder sich auch sonst einmal gerne den Kopf verdrehen lässt, kommt an einem Besuch des Tivoli nicht vorbei. Dieser mitten im Zentrum gelegene, weltbekannte Freizeitpark bietet neben Achterbahnen, Kabaretts und dem 80 Meter hohen Kettenkarussell Startfly zahlreiche Attraktionen. Nach Einbruch der Dunkelheit fasziniert der Park mit farbenfrohen Illuminationen.

 

Alternative Aktivitäten – von Natur & neuen Wegen

In den Sommermonaten wird Kopenhagen zu einer riesigen Badeanstalt, die Wasser-Fans die Wahl zwischen Strand, Hafenbad und Hafenbecken lässt. An vielen Stellen der dänischen Metropole kann man sich ins Wasser stürzen oder zum Sonnenbaden am Ufer verweilen. Das Wasser ist sauber und Leitern am Ufer helfen den Schwimmern wieder sicher an Land zu kommen. Wer außerhalb des Wassers Aktivitäten sucht, wird im Stadtteil Norrebro fündig: Hier gibt es auf dem roten Platz viele Sportgeräte, die zum Ausprobieren einladen. Auf dem grünen Platz sind vor allem Familien mit Kindern herzlich zum Spazieren, Sonnenbaden und Spielen eingeladen. Auf dem schwarzen Platz, dem Herzstück des Landschaftspark Superkillen, treffen sich die Anwohner zum Quatschen und Picknicken – Gäste sind jeder Zeit willkommen.

 

Kulinarisches Kopenhagen – von Smörrebröd und Street Food Market

Paper Island, in direkter Nachbarschaft des Opernhauses gelegen, bietet neben kulturellen Highlights wie Kunstausstellungen oder musikalischen Veranstaltungen auf dem Street Food Markt Reffen kulinarische Köstlichkeiten aus mehr als 40 Ländern der Welt an. Hier gibt es klassisches Street Food, wie Burger, Pizza oder Pasta aber auch vegane Menüs, Sandwiches, Smoothies, Säfte und vieles mehr – da ist für jeden Geschmack garantiert etwas Leckeres dabei. Wer sich bei einem Bummel durch die Stadt gerne original dänisch stärken möchte, hält nach einer Bodega Ausschau, wo es das berühmte Smörrebröd aber auch lokale Leckereien wie Frikadellen oder Blätterteigspeisen gibt.

 

Gut zu wissen

  • Als traditionelles Mittagessen in Dänemark ist das Smörrebröd zu empfehlen. Das üppig belegte Butterbrot ist in unzähligen Variationen mit Krabben, Pastete, Speisefisch oder auch Käse und Wurst erhältlich und mit Eiern, Kräutern oder auch Saucen garniert.

  • Bei Radtouren sind die Fahrrad-Regeln einzuhalten, sonst wird es teuer: Telefonieren kostet knapp 130 Euro, überfahren einer roten Ampel ebenfalls. Mit 100 Euro ist der Radler dabei, wenn links oder mit defekten Bremsen/defektem Licht gefahren wird. Ganz wichtig: Hand nach oben strecken bedeutet: „Ich halte mein Fahrrad an!“.

  • Für Freunde alternativer Lebensweisen empfiehlt sich ein Besuch in Dänemarks Hippiestadt Christiania. Hier erhalten Gäste auf den von Einheimischen angebotenen Führungen einen detaillierten Einblick in Geschichte und Wesen der bunten Gemeinschaft.

Mit einer Höhe von 125 cm gilt das Kunstwerk als eines der kleinsten Wahrzeichen der Welt.
Der Nyhavn ist Anlaufpunkt vieler Besucher: hier finden sie Fußgängerzone, alte Seemannskneipen und moderne Restaurants.
Eigene Radspuren und sogar Radautobahnen machen das Fahrrad zum perfekten Transportmittel.
Neben den Königlichen Empfangsräumen beherbergt das Schloss Christiansborg das Oberste Gericht und Parlamentsräume.
Vom Wasser aus lässt sich Kopenhagen aus einer anderen Perspektive entdecken.
Die alten hölzernen Traditionsschiffe erinnern an die Zeit als Kopenhagen noch eine wichtige Hafenstadt war.