Ausgabe 02/2017

Entspannt zum Flieger

Wer kennt ihn nicht: den Stressfaktor Economy Class-Flug? Spätestens bei der Ankunft im Flughafengebäude steigt der Stresspegel. Die Schlange vor dem Check-in-Schalter ist gefühlte 100 Meter lang, beim Sicherheitscheck ist nur ein Band offen und schon 15 Minuten vor dem Boarding stehen die Passagiere wieder Schlange.

Am Check-in-Schalter wird es vor allem dann stressig, wenn viele Reisende vor einem an der Reihe sind und diese auch noch am Schalter über ihren Sitzplatz diskutieren oder für das Gepäckübergewicht nicht zahlen wollen. Nach dem Check-in kommt der Sicherheitscheck. Dieser ist wie eine Überraschungstüte – man weiß nie sicher, was einen erwartet. Viele oder wenige Reisende, Schuhe an oder aus, Gürtel ausziehen oder anlassen, Flüssigkeiten extra auspacken oder nicht. Immer wieder faszinierend, wie unterschiedlich Sicherheitsrichtlinien ausgelebt werden. Wenn der Sicherheitscheck überstanden ist, beginnt die Suche nach dem richtigen Gate. Nach gefühlten fünf Kilometern angekommen, liest man dort, dass von einem anderen Gate aus gestartet wird – auf der anderen Seite des Terminals. Am „richtigen“ Gate könnte sich dann Entspannung einstellen, wenn da nicht der Kampf um den Steckdosenplatz oder die Suche nach einer öffentlichen Internetverbindung wäre. Aber auch danach wird es nicht entspannter: das Boarding. Drängelnde Menschen – so wie sonst nur beim Ausverkauf. Hauptsache als erster im Flieger, nur um dann alle im Gang aufzuhalten, weil man gerade dann etwas aus der Tasche braucht, die in die Ablage soll. Aber warum macht man sich eigentlich diesen Stress? Es geht doch viel entspannter! Natürlich kann man nicht alle potentiell stressigen Situationen umgehen, aber man kann Vorkehrungen treffen, die das Reisen so angenehm wie möglich machen. Bei vielen Airlines kann man bereits von zu Hause aus online einchecken und Sitzplätze reservieren. Dann muss man nur noch seine Bordkarte ausdrucken und sein Gepäck an einer „Baggage Drop-off“-Stelle im Flughafen abgeben. Ohne Gepäck geht’s sogar direkt zur Sicherheitskontrolle.

Bei der Sicherheitskontrolle kann man leider nicht viel machen. Es lohnt sich jedoch vorbereitet zu sein: Die Flüssigkeiten in Plastiktüten griffbereit, der Schmuck bereits abgelegt und nicht „piepsende“ Kleidung. Auf dem Weg zum Gate sollte man auf den Anzeigetafeln nach Änderungen schauen. Und wenn man doch am falschen Gate landet? Egal, Bewegung (vor einem Flug) tut gut! Für die verbleibende Wartezeit können sich mobile Router und Ersatz-Akkus lohnen. Und wenn es zum Boarding kommt: keine Panik! Drängelnde Passagiere bekommen keinen besseren Platz und sind auch nicht früher am Zielort. Wenn man später einsteigt kann es höchstens passieren, dass das Handgepäck nicht genau über einem lagert.

Wenn also gerade kein Business Class-Flug ansteht, wo alles etwas anders abläuft, nutzen Sie das Online-Check-in-Angebot, bereiten Sie sich auf die Sicherheitskontrolle vor, nehmen Sie kleine technische Hilfsmittel mit und planen Sie genügend Zeit ein, um entspannt zu reisen.