Ausgabe 04/2018

Amsterdam

Kleine Stadt mit großem Angebot

Obwohl Amsterdam im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen recht klein ist, gibt es in der niederländischen Hauptstadt einiges zu entdecken. Neben den vielen Grachten und schmalen Häusern kann Amsterdam mit einer Vielzahl historischer Sehenswürdigkeiten und berühmter Museen auftrumpfen.

Sightseeing- und Entdeckungstour

Wenn Sie Ihren Amsterdam-Besuch am Hauptbahnhof starten, können Sie von dort aus direkt der belebten Straße Damrak bis zum Dam, dem historischen Hauptplatz der Stadt, folgen. Dieser ist heute Standort zahlreicher Bauwerke von nationaler Bedeutung, unter anderem dem königlichen Palast, welcher im 17. Jahrhundert als größtes Stadthaus Europas erbaut wurde. Im westlichen Teil des Dams befindet sich die gotische Liebfrauenkirche, die den Namen Niuewe Kerk („Neue Kirche“) trägt. Auch das Nationalmonument, ein Denkmal für die Opfer des zweiten Weltkriegs, befindet sich im östlichen Teil des zentralen Hauptplatzes.

Weiter südlich kommen Sie über die Kalverstraße direkt in Amsterdams Einkaufsparadies. In den engen Straßen zwischen den historischen Grachten finden Sie viele Antiquitätenhändler und Spezialgeschäfte, die ihren ganz eigenen Charme haben. Zum Verweilen laden auch unzählige Restaurants, Cafés, Galerien und Boutiquen in dem bezaubernden Negen Straatjes (Neun Straßen) Viertel ganz in der Nähe ein. Diese bekannten Einkaufsstraßen sind genau das Richtige für Sie, wenn Sie sich fernab der großen Ladenketten in kleineren, exklusiven Shops umschauen möchten.

Über eine schmale Gasse gelangen Sie von der Kalverstraße des Weiteren zum Begijnhof, einem idyllischen Innenhof, welcher früher von Beginen, frommen Gläubigen, bewohnt wurde. Erbaut im 14. Jahrhundert, stellt dieser Hof heute eine ganz einzigartige Sehenswürdigkeit mitten im Stadtzentrum dar. Auch die zugehörige Kapelle ist ein beliebtes Fotomotiv bei Besuchern.

Aus Amsterdam nicht wegzudenken sind die Unmassen von Wasser, weshalb die Stadt auch das Venedig des Nordens genannt wird. Die Innenstadt ist von einer Vielzahl an Grachten durchzogen, die Sie auf einer Bootstour entdecken können. Vom Wasser aus bieten sich ganz neue Ausblicke auf die jahrhundertealte Architektur, die schmalen Grachtenhäuser und Baudenkmäler. Insbesondere wenn Sie nur wenige Stunden zur Verfügung haben, lassen sich auf einer Grachtenrundfahrt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in kurzer Zeit bestaunen.

Museen-Vielfalt

Großer Beliebtheit erfreut sich außerdem die Museen-Landschaft in Amsterdam. Kunstliebhaber kommen bei dem weltberühmten Van Gogh Museum voll auf ihre Kosten. Im nationalen Rijksmuseum können Sie eine Reise durch 800 Jahre holländische (Kunst-)Geschichte unternehmen. Dort sind auf vier Stockwerken niederländische Meisterwerke, unter anderem von Rembrandt und Vermeer, zu sehen. Wer moderne Kunst bevorzugt, für den ist das Stedelijk Museum mit seiner einzigartigen Kollektion aus dem 20. Jahrhundert die richtige Wahl. Besonders eindrucksvoll ist auch ein Besuch des Anne Frank Haus, in dem sie während des zweiten Weltkriegs ihr bekanntes Tagebuch schrieb.

Ruheoasen

Einen geeigneten Platz zum Durchatmen und Kraft tanken finden Sie sicherlich im Hortus Botanicus, einem der ältesten botanischen Gärten der Welt. Die unterschiedlichen Gartenanlagen befinden sich im Plantage-Viertel, direkt am Rande des lebhaften Stadtzentrums. Hinter den 300 Jahre alten Toren gibt es über 4.000 Pflanzenarten sowie Treibhäuser mit Schmetterlingen zu entdecken.

Eine Verschnaufpause oder einen angenehmen Spaziergang können Sie sich im Vondelpark gönnen. Er wird auch als Central Park Amsterdams bezeichnet, da jährlich über 10 Millionen Menschen seine grünen Liegewiesen, kleinen Teiche, Spielplätze und Cafés besuchen.

Mit allen Sinnen

Auch kulinarisch hat die holländische Hauptstadt weit mehr als den beliebten Käse zu bieten. Die niederländische Küche hat von dicken, knusprigen Pommes, rohem Hering oder Bitterballen (fritierte Fleischragout-Bällchen) bis hin zu süßen Stroopwafeln (Sirupwaffeln) oder Poffertjes (Minipfannkuchen) für jeden Geschmack etwas im Angebot. Wer die einheimischen Köstlichkeiten probieren möchte, der wird beispielsweise im Restaurant „The Pentry“ (Leidsekruisstraat 21) satt und glücklich.

Gut zu wissen

Der Name Amsterdam leitet sich von einem im 13. Jahrhundert errichteten Damm mit Schleuse des Flusses Amstel ab (Amstelredam).

Frühzeitig Skip-the-line Tickets zu kaufen, kann Ihnen langwieriges Warten vor den Museen ersparen.

Oftmals ist ein Bearbeitungsaufschlag bereits in den Rechnungen enthalten, sodass Trinkgeld zwar immer gern gesehen, aber nicht
verpflichtend ist.

Wer die Straßen der holländischen Hauptstadt durchquert, dem fällt schnell das Wappen mit den drei Andreaskreuzen auf. Der Ursprung des Stadtwappens, das erstmals 1419 abgebildet wurde, ist jedoch weitestgehend unbekannt.
Besonders angenehm an Amsterdam sind die kurzen Wege. Die schönsten Plätze, Museen und Einkaufsmöglichkeiten lassen sich prima zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen.